Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
1. Der Vertrag gilt für die auf der Website der Lektorin ausgewiesenen Dienstleistungen und den gesamten Geschäftsverkehr zwischen Auftraggeber*in und Lektorin. Vertragsgrundlage ist hier das Dienstvertragsrecht gemäß der §§ 611 ff. BGB in der geltenden Fassung.
2. Vertragsänderungen sind gesondert zu vereinbaren. Der ursprüngliche Kostenvoranschlag sowie die ehemals geplante Frist zur Ablieferung werden ggf. entsprechend geändert.
3. Auftraggeber*innen können einen erteilten Auftrag vor Fertigstellung der Dienstleistung (Korrektorat, Lektorat, Texterstellung) kündigen. Die Lektorin ist in diesem Fall berechtigt, die bis zum Kündigungszeitpunkt erbrachten Leistungen den Auftraggeber*innen in Rechnung zu stellen.
§ 2 Auftragserteilung
1. Grundlage für den Vertragsabschluss ist ein Angebot der Lektorin. Dieses Angebot enthält Angaben über die gewünschte Dienstleistung (Korrektorat, Lektorat, Texterstellung), den Umfang der Dienstleistung, den Termin der Fertigstellung sowie die Konditionen (Berechnung vom Gesamtpreis oder Kostenvoranschlag). Alle Angebote sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich verbindlich zugesichert werden.
2. Der Auftrag gilt als erteilt, wenn eine schriftliche Bestätigung durch die Auftraggeber*innen bei der Lektorin eingegangen ist. Der Auftrag gilt als angenommen, wenn eine schriftliche Auftragsbestätigung der Lektorin bei den Auftraggeber*innen eingegangen ist.
§ 3 Bearbeitung
1. Das Ziel der Dienstleistungen ist beim Korrektorat die höchstmögliche Reduzierung der von den Auftraggeber*innen verursachten Fehler im Ursprungstext; beim Lektorat Vorschläge zur Verbesserung von Verständlichkeit und Stil; bei der Texterstellung das Erstellen von Textmaterial für verschiedene Onlineplattformen (Websites, Blogs, Social Media Accounts) auf Grundlage individueller Kund*innenwünsche. Korrekturen oder Vorschläge werden, wenn nicht anders vereinbart, bei Word-Dokumenten direkt in der Datei mithilfe der Funktion »Änderungen nachverfolgen« durchgeführt. Aufträge im Rahmen der Texterstellung werden ebenfalls, sofern nichts anderes vereinbart ist, in einem Word-Dokument erstellt.
2. Grundlage der Korrekturen ist die deutsche Rechtschreibung in der bei Auftragserteilung geltenden Fassung. Sofern die Verwendung einer bestimmten Terminologie erwünscht ist, muss die Lektorin darüber informiert werden (siehe § 5, Punkt 3).
3. Insbesondere bei umfangreichen und komplexen Aufträgen ist während der Überarbeitung ein enger Kontakt zwischen Auftraggeber*in und Lektorin zu halten. Auftraggeber*innen verpflichten sich daher, während der Bearbeitung regelmäßig ihren Posteingang (bevorzugt E-Mail) zu überwachen und bei Klarstellung und Beseitigung von missverständlichen Formulierungen im Ursprungstext behilflich zu sein.
§ 4 Lieferung
1. Hinsichtlich der Frist für die Lieferung des korrigierten/lektorierten/erstellten Textes wird sich ausschließlich auf die beiderseitigen schriftlichen Erklärungen bezogen. Ist das Lieferdatum ein wesentlicher Bestandteil des Auftrages, so haben die Auftraggeber*innen im Vorhinein ausdrücklich schriftlich darauf hinzuweisen.
2. Die Lektorin haftet nicht für die Datenübertragung und eventuell hieraus resultierende Fehler. Die Auftraggeber*innen sind für die Überprüfung der Vollständigkeit der übersandten Daten (Manuskripte, Briefings u.a.) selbst verantwortlich.
3. Die Lektorin ist stets um die genaue Einhaltung festgesetzter Fristen bemüht. Ist eine solche Frist absehbar nicht einzuhalten, verpflichtet sich die Lektorin, die Auftraggeber*innen unverzüglich zu informieren und eine neue Abgabefrist vorzuschlagen. Die Auftraggeber*innen haben im Falle einer von der Lektorin verschuldeten erheblichen Nichteinhaltung einer Frist, und im Falle des Ausbleibens einer Mitteilung seitens der Lektorin hierüber, das Recht, vom Auftrag zurückzutreten; Vergütungsansprüche seitens der Lektorin über bereits getätigte Leistungen hinaus erlöschen in diesem Fall.
4. Höhere Gewalt berechtigt sowohl Lektorin als auch Auftraggeber*in, vom Vertrag zurückzutreten. Die Auftraggeber*innen haben jedoch der Lektorin Ersatz für bereits getätigte Leistungen zu erstatten. Als höhere Gewalt gilt der Eintritt unvorhersehbarer Ereignisse, die nachweislich die Möglichkeit der Lektorin, den Auftrag vereinbarungsgemäß zu erledigen, entscheidend beeinträchtigen (z.B. schwere dauerhafte Erkrankung, Unfall, Tod, vorzeitige Geburt o.ä.).
§ 5 Mitwirkungspflichten
1. Die Auftraggeber*innen verpflichten sich, die Textgattung, den Inhalt, insbesondere sensible Themen (siehe § 5, Abschnitt 2) sowie den Verwendungszweck mitzuteilen. Für den Fall, dass der überarbeitete Text für einen anderen Zweck verwendet wird, als vereinbart wurde, haben Auftraggeber*innen keinerlei Ansprüche auf Schadensersatz gegen die Lektorin.
2. Die Lektorin behält sich das Recht vor, bestimmte Werke aus inhaltlichen Gründen abzulehnen. Darunter zählen beispielsweise gewaltverherrlichende, hasserfüllte, pornografische oder andere Inhalte, die gegen geltende Gesetze verstoßen. Für den Fall, dass diese Inhalte nicht mitgeteilt worden und in einem untragbaren Maße vorhanden sind, hat die Lektorin das Recht, vom Auftrag zurückzutreten. Auftraggeber*innen haben in diesem Fall keinerlei Ansprüche auf Schadensersatz gegen die Lektorin. Vergütungsansprüche seitens der Lektorin über bereits getätigte Leistungen hinaus erlöschen in diesem Fall.
3. Wünschen sich Auftraggeber*innen die Verwendung einer bestimmten Terminologie, müssen sie dies der Lektorin, bei gleichzeitiger Übermittlung der erforderlichen Unterlagen, schriftlich mitteilen. Dies gilt ebenso für fremdsprachige Begriffe, Fachwörter sowie besondere Schreibweisen, die von der aktuellen Rechtschreibung abweichen und nicht korrigiert werden sollen.
4. Kommen Auftraggeber*innen diesen Informations- und Mitwirkungspflichten nicht nach, können sie, nach Ausführung des Auftrages, nicht mehr geltend machen, die Lektorin habe den Auftrag nicht wunschgemäß ausgeführt.
5. Die zur Verfügung gestellten Unterlagen (Manuskripte, spezielle Überarbeitungswünsche u.ä.) und die Informationen bezüglich der Texterstellung für Websites, Blogs und Social Media Plattformen (Briefing, spezielle Keywords) müssen vollständig, leserlich und in einer verständlichen Form vorgelegt werden.
§ 6 Rechnung und Zahlungsbedingungen
1. Bei Auftragserteilung ist die Lektorin berechtigt, einen Vorschuss in Höhe von 50 % des Gesamtpreises zu verlangen.
2. Das übrige Honorar für die Bearbeitung wird nach Fertigstellung der Dienstleistung in Rechnung gestellt. Sofern auf der Rechnung nicht anders angegeben, ist das Honorar bis zehn Tage nach Rechnungserhalt ohne Abzug zu zahlen. Geraten Auftraggeber*innen in Verzug und verstreicht eine einmalige Zahlungserinnerung fruchtlos, behält sich die Lektorin das Einleiten eines gerichtlichen Mahnverfahrens vor. Die damit verbundenen Kosten tragen die Auftraggeber*innen.
§ 7 Vertraulichkeit
1. Die Lektorin verpflichtet sich, alle Daten streng vertraulich zu behandeln, sie nur zum Zweck der Korrektur, der Überarbeitung sowie zur Texterstellung zu verwenden und unter keinen Umständen an Dritte weiterzugeben. Das gilt auch über den Zeitraum der Bearbeitung hinaus auf unbestimmte Zeit.
2. Aufgrund der Kommunikation in elektronischer Form zwischen Lektorin und Auftraggeber*in kann eine vollständige Vertraulichkeit nicht garantiert werden. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass unbefugte Dritte auf übermittelte Texte Zugriff nehmen. Die Lektorin übernimmt für solche Fälle und deren Folgen keine Haftung.
3. Die Lektorin ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, eine Sicherungskopie ihrer fertiggestellten Dienstleistung anzufertigen und diese bis nach Ablauf der Einspruchsfrist (14 Tage) aufzubewahren.
§ 8 Haftung
1. Die Lektorin haftet nur bei grob fahrlässigem oder vorsätzlichem Fehlverhalten und höchstens bis zur vereinbarten Auftragssumme. Eine Haftung für Folgeschäden, entgangenen Gewinnen o. ä. ist grundsätzlich ausgeschlossen.
2. Die Lektorin verpflichtet sich, die Bearbeitung mit größter Sorgfalt durchzuführen. Für sachliche, fachliche oder inhaltliche Mängel, die die Lektorin nicht zu vertreten hat, wird keinerlei Haftung übernommen.
3. Die Mängelhaftung ist ausgeschlossen, sofern die Auftraggeber*innen den Mitwirkungspflichten nicht nachkommen.
4. Lehnen Auftraggeber*innen Vorschläge bezüglich. des durchgeführten Lektorats ab, so ist dies als Grund für eine Reklamation ausgeschlossen.
5. Beanstandungen sind von den Auftraggeber*innen innerhalb einer Frist von vierzehn Kalendertagen nach Lieferung schriftlich zu reklamieren und zu spezifizieren. Danach gilt die Leistung als akzeptiert. Wurden im Rahmen des Korrektorats weniger als 90 % der Fehler beseitigt, haben Auftraggeber*innen das Recht auf eine kostenlose Überarbeitung innerhalb einer angemessenen Frist. Weitergehende Ansprüche, einschließlich Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung, sind ausgeschlossen. Wenn die Auftraggeber*innen Vorschläge seitens der Lektorin zur Art und Weise des sprachlichen Ausdrucks ablehnen, so ist dies als Grund für Reklamationen ausgeschlossen.
6. Die Lektorin haftet nicht für Schäden am Text oder dessen Verlust, egal welcher Ursache (etwa durch elektronische Datenübertragung, Viren- oder andere Schädlingsprogramme, Schäden oder Inkompatibilitäten in Hardware oder Software, höhere Gewalt, den Postweg, Dritte). In solchen Ausnahmefällen ist die Lektorin berechtigt, ganz oder teilweise vom Vertrag zurückzutreten.
7. Ferner haftet die Lektorin nicht für rechtswidrige Inhalte der zu bearbeitenden Texte (z. B. Verletzungen des Urheberrechts, der Persönlichkeitsrechte Dritter, Aufrufe zu Straftaten oder verfassungsfeindliche Äußerungen). Werden der Lektorin erst nach Abschluss des Vertrags solche Inhalte bekannt, so hat sie das Recht, sofort vom Vertrag zurückzutreten. Die bis dahin erbrachten Leistungen zahlen die Auftraggeber*innen in vollem Umfang.
8. Für Folgen, die sich aus der Weiterverwendung der bearbeiteten Texte ergeben oder ausbleiben (z. B. das Zustandekommen von Arbeits-, Autor*innen oder Verlagsverträgen, die Reichweite auf Social Media Kanälen, die Reichweite der Website, das Generieren von Neukund*innen, Gewinnzuwachs, mehr Klicks), ist die Haftung ebenfalls ausgeschlossen.
§ 9 Schlussbestimmungen
1. Erfüllungsort ist der Geschäftssitz der Lektorin. Für die gesamte Rechtsbeziehung zwischen Lektorin und Auftraggeber*in gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist der Wohnort der Lektorin, namentlich die Stadt Halle (Saale).
2. Sollten eine oder mehrere Klauseln dieses Vertrages rechtsunwirksam sein oder durch Gesetzesänderungen werden, berührt dies nicht die Rechtswirksamkeit der restlichen Klauseln. Vielmehr wird die rechtsunwirksame Klausel durch eine rechtswirksame Klausel ersetzt, die der unwirksamen Klausel rechtlich und wirtschaftlich am nächsten kommt.